Erfahrungsberichte / Testberichte zu den Lamazuna Produkten: Cup féminine, natürliche Kosmetik




Cup féminine - Menstruationsbecher

Lamazuna Cup (Cup féminine)

Heute habe ich die Ehre, einen Testbericht zum Cup féminine von Lamazuna, im folgenden Lamazuna Cup genannt, zu schreiben. Miriam von Cuptime war so nett, ihn mir kostenlos zum Testen zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug jetzt also mein Bericht - und natürlich ein ganz großes Dankeschön!

Allgemeines 

Lamazuna ist eine kleine französische Firma, die vorwiegend vegane Naturkosmetik herstellt. Vor einiger Zeit hat sie jedoch auch einen eigenen Menstruationscup auf den Markt gebracht, den Lamazuna Cup. Der Cup wird in Frankreich hergestellt und besteht aus zertifiziertem medizinischem Platin-Silikon. Damit ist der Cup medizinisch unbedenklich.


Der Lamazuna Cup ist farblos und durchsichtig, leicht milchig. Im Vergleich zu den poppig-bunten MeLunas wirkt der Cup damit geradezu medizinisch-steril. Eigentlich mag ich zwar farbige Cups lieber, aber wenn der Cup in Gebrauch ist, sieht ihn ja sowieso keiner. Die Oberfläche ist glatt und glänzend und neigt etwas dazu, Staub anzuziehen. Da man ihn aber sowieso vor jeder Anwendung abwaschen sollte, ist das natürlich kein Problem. Es gibt den Cup in zwei Größen, Miriam hat mir den kleinen geschickt. Dieser hat einen Durchmesser von 42mm und eine Länge von 48mm. Das Fassungsvermögen ist mit 23ml für einen kleinen Cup beachtlich und in etwa vergleichbar mit der MeLuna L. Hier hilft, dass die Löcher beim Lamazuna Cup sehr hoch angebracht sind, um das Volumen zu maximieren. Der Cup ist sehr weich, fast so weich wie meine MeLuna Soft. Der Cup hat keinerlei Griffrillen, auch der recht kurze Stiel hat eine glatte Oberfläche, Der Stiel wird allerdings zum Ende hin dicker, so dass er trotzdem gut zu greifen ist. Für Frauen mit hohem Muttermund finde ich den Cup allerdings nicht optimal. Die Gussnähte an den Seiten des Cups kann man zwar ertasten, sie sind aber sehr gut verarbeitet und selbst mit den Fingerspitzen nur wenig zu spüren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese für irgendeine Frau problematisch sein könnten.


Der runde, recht kurze Stiel ist massiv und daher leicht zu reinigen. Auch ließ er sich problemlos abschneiden. Die vier Luftlöcher sind relativ groß, so dass sich auch hier kein Blut festsetzt. Einzige Hürde bei der Reinigung sind die leicht herausstehenden Schriftzüge LAMAZUNA und MADE IN FRANCE an der Innenseite des Cups. Allerdings hatte ich auch hier keine Probleme mit hartnäckigen Rückständen.

Der Cup wird zusammen mit einem Aufbewahrungsbeutel aus Bio-Baumwolle geliefert, der in Indien produziert wird. Der Beutel ist ehrlich gesagt nicht ganz mein Fall. Dies liegt zum einen daran, dass die post-gelbe Außenseite und das Blümchenmuster des Innenfutters nicht mein Geschmack sind. Zum anderen fühlt sich der Stoff auch eher grob an, er ist allerdings in jedem Fall hochwertig. Außerdem gibt es noch ein kurzes Anleitungsfaltblatt - da die Anleitung aber weder in deutsch noch in englisch gegeben ist, ist dies nur bedingt hilfreich. Immerhin sind ein paar Skizzen zur Handhabung von Cups gezeigt. Viele weitere nützliche Infos findet man aber im Internet, z.B. auf www.cuptime.de

Deutlich wichtiger als Beutel und Anleitung ist mir aber der Cup selbst - und den finde ich toll, wie im folgenden zu lesen ist :)

Der Praxistest

Praktischerweise erreichte mich der Lamazuna Cup während meiner Periode. Ich habe ihn also sofort ausgepackt und sterilisiert. Beim Auspacken stieg mir erstmal ein sehr angenehm-zitroniger Geruch in die Nase. Ich vermute, dass Miriam den Cup zusammen mit diversen Kosmetika geliefert bekommen hatte und der Duft davon noch am Cup haftete. Macht auf jeden Fall Laune, auch die anderen Lamazuna-Produkte zu testen! Nach Abwaschen und Abkochen des Cups war dieser Geruch jedoch komplett verflogen und der Cup somit einsatzbereit.

Wie immer feuchtete ich den Cup vor dem Einführen mit etwas kaltem Leitungswasser an. In der Dreiecksfaltung ist er sehr schön schmal, so dass das Einführen zum Kinderspiel wird. Durch die glatte Oberfläche sowie das Fehlen jeglicher Struktur (Griffrillen o.ä.) auf der Außenseite flutscht der Cup quasi von selbst an die richtige Position. Auch das Aufploppen ging problemlos, ich musste mit dem Finger nur leicht nachhelfen. Für einen so weichen Cup ist das bei meinem doch recht guten Beckenboden absolut nicht selbstverständlich.

Zu tragen ist der Cup sehr angenehm, ich habe ihn absolut nicht gespürt. Auch mit dem Stiel hatte ich überhaupt keine Schwierigkeiten, da das Ende angenehm abgerundet ist. Da mein Muttermund zeitweise sehr weit runterkommt, habe ich ihn aber dann doch abgeschnitten. 

Mit dem Entfernen des Lamazuna Cups hatte ich ebenfalls keine Schwierigkeiten. Trotz der fehlenden Griffrillen ließ sich der Cup stets gut greifen und unten zusammendrücken, damit sich der Unterdruck löst. Da der Cup so glatt und weich ist, ist auch das Herausholen nie unangenehm.


Auch wenn ich bislang noch nie mit irgendeinem Cup undicht war, ist es trotzdem wichtig zu erwähnen: Der Lamazuna Cup hat mich nie im Stich gelassen und war immer absolut dicht.

Um Verfärbungen vorzubeugen, wasche ich den Cup mind. zweimal täglich erst kalt, dann warm und mit Seife aus. Am Ende der Mens wird er zur Intensivreinigung und zum Desinfizieren in Gebissreiniger gebadet. Nach zwei Monaten Anwendung sieht der Cup immer noch aus wie neu, es sind keinerlei Verfärbungen zu sehen.


Nach dieser Lobeshymne fällt mir nur ein einziger kleiner Kritikpunkt ein, das ist der Preis. Mit 30 Euro ist der Lamazuna Cup im oberen Bereich der Cup-Preise angesiedelt. Dazu muss man allerdings sagen, dass Lamazuna eine kleine Firma ist, und dass der Cup komplett in Frankreich produziert wird. Manche Fernost-Cups kosten ähnlich viel. Und nicht zuletzt ist dieser Cup einfach jeden Euro wert. Man darf auch nicht vergessen, wie viel Geld man mit einem Cup auf lange Sicht sparen kann.

Alles in Allem

Ein toller Cup, mehr ist dazu nicht zu sagen! :)


Verfasserin: Monika

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